Öko-Bilanz von E-Autos – Eine unbequeme Wahrheit

10.07.18 | Autor / Redakteur: Mario Hommen / Benjamin Kirchbeck

Dem Elektroauto gehört voraussichtlich die Zukunft. Doch können die Stromer wirklich entscheidend helfen,die Umweltprobleme zu lösen? Zweifel sind angebracht.

Das Elektroauto wird gerne als Hoffnungsträger gepriesen, das helfen soll, einige der drängendsten Umweltprobleme in den Griff zu bekommen.Vor allem in Hinblick auf die Klimakrise sehen viele die Stromer als rettende Mobilitätslösung. Doch vieles spricht dafür, dass sich die E-Mobilität in Hinblick auf den Klima- und Umweltschutz als Chimäre entpuppen könnte.

Vom effizienztechnischen und ökologischen Ideal meilenweit entfernt
Auch wenn Elektroautos keine Abgase aus einem Auspuff in die Umwelt pusten, handelt es sich keineswegs um klimatechnisch saubere Ökomobile. Zwar fahren die Stromer lokal emissionsfrei, doch in ihrer Gesamtbilanz sorgen sie für schädliche Emissionen, vor allem auch für einen hohen CO2-Ausstoß. Beispiel gefällig? Allein der Energiebedarf zur Herstellung einer Traktionsbatterie entspricht der Menge Treibstoff, mit der konventionell angetriebene Autos gut und gerne 50.000 bis 80.000 Kilometer weit fahren können. Es bedarf also einer hohen Laufleistung, damit die Ökobilanz eines E-Autos am Ende besser als die eines herkömmlichen Fahrzeugs ausfällt.

Rund zwei Drittel der Energie zum Betrieb von E-Autos in Deutschland kommt aus Müllverbrennungsanlagen, Atom-, Kohle- oder Gaskraftwerken.
Rund zwei Drittel der Energie zum Betrieb von E-Autos in Deutschland kommt aus Müllverbrennungsanlagen, Atom-, Kohle- oder Gaskraftwerken.
(Bild: Clipdealer)
Zumal der Strom zum Antrieb eines Elektroautos auch noch in vielen Jahren überwiegend aus klimaschädlichen Quellen stammen wird. Wer ausschließlich über eine autarke Photovoltaikanlage sein E-Mobil mit Strom füttert, könnte tatsächlich eine beinahe klimaneutrale Nutzung realisieren. Praktisch werden die allermeisten Fahrer von E-Autos die Energie jedoch aus öffentlichen Stromnetzen beziehen. Und hier stellt sich die Frage, wie viel Strom dann regenerativen Ursprungs ist. Im deutschen Netz liegt der Anteil der Energie zum Betrieb von Elektroautos aktuell bei gut einem Drittel.

Eigentlich soll das Elektroauto eine zentrale Rolle bei der Energiewende spielen. Doch um die Energiewende möglichst schnell zu erreichen, müssten Autos noch deutlich effizienter werden – auch Elektroautos. Die meisten der derzeit bei Autokunden gefragten E-Mobile sind allerdings alles andere als effizient. Stattdessen handelt es sich um mächtige Luxusmobile mit ebenfalls mächtigen Batteriepaketen und enormer Motorleistung. Vom effizienztechnischen und ökologischen Ideal sind diese Fahrzeuge meilenweit entfernt. Dennoch darf sich ein Tesla Model X mit einem grünen Image schmücken, wenngleich die Ökobilanz für dieses Fahrzeug in Wahrheit schlecht ausfällt.

Keine „Superbatterie“ in Sicht
Batterieelektrische Autos haben das Problem eingeschränkter Reichweite, was vor allem an der geringen Energiedichte der zudem sehr teuren Batterien liegt. Trotz vieler Ankündigungen: Bislang ist keine Superbatterie in Sicht, die bei kleinem Bauraum eine hohe Speicherkapazität erlaubt und auch noch günstig ist. Zwar gibt es immer wieder Berichte über Graphen-, Feststoff- oder Flusszellen-Batterien – doch keine dieser angeblichen Heilsbringer scheint reif für die Serienproduktion.

Vorläufig setzen alle etablierten Elektroautohersteller entsprechend auf die Lithium- Technik, die im Vergleich zu anderen verfügbaren Batterievarianten die höchste Energiedichte und Lebensdauer verspricht. Allerdings sind bei dieser Technik auf absehbare Zeit keine großen Entwicklungssprünge zu erwarten. Experten gehen davon aus, dass mit einigen Innovationen in den kommenden Jahren die Energiedichte von Lithium-Ionen-Akkus lediglich moderat steigen wird.

Brennstoffzellenauto als Königsweg? Eher nicht!
Da es vorläufig bei Lithium-Ionen-Batterien bleiben wird, für deren Produktion unter anderem die Metalle Lithium und Kobalt benötigt werden, könnte es zu massiven Rohstoffengpässen kommen. Beide Materialien dürften angesichts ambitionierter E-Mobilitäts-Pläne vieler Autohersteller in den USA, China und Europa schon bald knapp werden. Bereits jetzt gilt der Weltmarkt von Lithium und Kobalt als leergefegt. Den Abbau der Rohstoffe deutlich zu steigern, dürfte jedoch Probleme bereiten. So kommt mehr als die Hälfte des weltweit geförderten Kobalts etwa aus der politisch instabilen Demokratischen Republik Kongo.

Etwas besser dürfte es um die Versorgung mit Lithium stehen. Neben einigen Ländern in Südamerika fördern auch China und Australien in größeren Umfängen Lithium. Sollte der Bedarf in den kommenden Jahren drastisch steigen, und dafür sorgen schon allein die Expansionspläne deutscher Hersteller, wird es allerdings auch hier zu Engpässen kommen. Gut möglich, dass der Kampf um die Rohstoffe manchen Autobauer vor schwer lösbare Problem stellt.

Die derzeit verfügbaren Batterien sind ein alles andere als optimales Speichermedium, weshalb viele das Brennstoffzellenauto als eigentlichen Königsweg sehen, um der E-Mobilität zum Durchbruch zu verhelfen. Wasserstoff eignet sich in vielfacher Hinsicht besser als Speichermedium. Doch auch hier wartet die Technik seit Jahrzehnten auf den Durchbruch für den Massenmarkt. Immer wieder wurden in der Vergangenheit kleine Versuchsflotten auf die Straße gebracht sowie hier und dort neue Wasserstofftankstellen eröffnet, doch der Siegeszug dieser Technik scheint in weiter Ferne. Um der Brennstoffzelle zum Durchbruch zu verhelfen, bedarf es unter anderem gewaltiger Investitionen in die Infrastruktur. Den globalen Bedarf bis ins Jahr 2030 hat eine kürzlich von McKinsey veröffentlichte Studie auf rund 280 Milliarden US-Dollar beziffert.

Der „leise Tod“ – Ohne Licht für mehr Reichweite
Da der Strom für E-Autos oftmals nicht aus regenerativen Quellen stammt, werden die Stromer als lokal emissionsfrei bezeichnet. Doch auch dieser Vorteil, der zum Beispiel dabei helfen soll, Luftgrenzwerte in Städten einzuhalten, ist nur bedingt wahr. Unter anderem setzen Elektrofahrzeuge schädliche Emissionen wie Feinstäube auch lokal frei, beispielsweise durch Reifen- und Bremsabrieb. Will man dem Feinstaubproblem konsequent entgegnen, müsste man auch eine massenhafte Nutzung von Elektroautos in Städten hinterfragen.

Elektroautos sind außerdem aus sicherheitstechnischer Sicht für den Menschen gefährlich. In China spricht man seit Jahren in Zusammenhang mit der E-Mobilität auch vom „leisen Tod“. Unter anderem, weil viele E-Roller-Nutzer für mehr Reichweite im Dunkeln oftmals ohne Licht fahren. In der Dunkelheit sieht man sie nicht. Hören kann man sie ohnehin nicht.

Selbst wenn Elektroautos in den nächsten Jahren boomen, werden sie keinen nennenswerten Beitrag zum Klimaschutz leisten können. Eine im Herbst 2017 von der Internationalen Energieagentur (IEA) veröffentlichte Studie geht davon aus, dass vor allem der weltweit unvermindert wachsende Transportsektor für einen Anstieg des Ölverbrauchs von derzeit 94 Millionen Barrel auf 105 Millionen Barrel im Jahr 2040 sorgen wird. Prophezeit wird eine Verdoppelung der globalen Autoflotte bis ins Jahr 2040 auf rund 2 Milliarden Fahrzeuge. Dabei soll die E-Auto-Flotte den Berechnungen zufolge auf 280 Millionen Fahrzeuge wachsen. Doch angesichts der mehr als 1,7 Milliarden Verbrenner wird Beitrag der Elektromobile zur Verringerung globaler CO2-Emissionen, selbst wenn diese mit viel regenerativ erzeugtem Strom betrieben werden, kaum ins Gewicht fallen.

Fazit
Derzeit deutet also vieles darauf hin, dass das Elektroauto auch in den nächsten Jahrzehnten keinen substanziellen Beitrag zum Klimaschutz leisten wird. Vermutlich werden sich deshalb viele die Frage stellen, was denn geschehen muss, um individuelle Massenmobilität und Klimaschutz in Einklang zu bringen? Die meisten Autofahrer werden die ehrlichen Antworten als unbequem empfinden.

Weitere Infos unter https://bit.ly/2NIp3WC

Die Elektrifizierung eines VW Käfer Baujahr 1963

Vor allem die US Amerikaner haben ein breites Feld an Möglichkeiten wenn es um den Umbau und die Elektrifizierung von Autos geht. In Deutschland tut man sich schwer mit einem solchen Umbau aber die Amis sind da wesentlich entspannter als wir. Hier auf den Strassen sieht man selten ein Custom Car oder gar ein „Altes“ Auto das als E-Auto modifiziert wurde. In dem Video sieht man schön wie der 63´Käfer auf zero Co2 modifiziert wurde. Ein Bild das ich gerne auf den Straßen in den Städten sehen möchte.

Umbau eines 63´ VW Käfer

Nissan trennt sich von Batteriegeschäft

Bei Car-It habe ich gelesen, dass der chinesische Investor GSR Batterie-Standorte von Nissan übernimmt.
Der ganze Akku Bereich ist im Ständigen Wandel aber irgendwie sehe ich keine europäische oder gar deutsche Firma die sich in diesem Geschäft beteiligt oder gar involviert ist. Eine Reihe von Hochschulen befasst sich mit dem Thema aber was passiert mit den Ergebnissen? Das Steuergelder in die Hochschulen fließen ist mir klar aber was passiert mit den Forschungsergebnissen???
Das Bild ist von Nissan

Der Audi Q7 e-tron

Ich gebe ja zu, dass ich auf überdimensionale Autos stehe. Es gibt aber einen Grund, zumindest hört er sich in meiner Hirn logisch an. Komfortables Fahren bei langen Strecken und die häufige Nutzung der Anhängerkupplung bei zu ziehenden Lasten über 3 Tonnen.

Also habe ich mir gedacht, probiere ich mal den Audi Q7 e-tron aus. Ein Hybrid in einer vernünftigen Größenordnung und einer guten Motorisierung, wenn es um lange Strecken geht. Eines Vorweg, dass Auto ist in meinen Augen sehr gut verarbeitet. Die Innenausstattung erwartungsgemäß Topp. Der Innenraum ist jedoch sehr beengt. Macht also nur von Außen so eine riesigen Eindruck. Die Liste der zu bestellenden Extras ist wie bei allen Deutschen Herstellen nahezu unendlich und der Preis ist natürlich aufgrund dessen recht hoch. Ist halt ein premium Auto. Das Stand aber nicht in meinem Fokus. Mir ging es um die Eigenschaften eines Hybrids in der Größenordnung. Na ja, hätte ich das Fahrzeug mit vollen Akkus bekommen, hätte ich mehr über diese Erfahrungen schreiben können. Ich bin also über Landstraße die 30 Km bis Nachhause, teilweise elektrisch, gefahren. Im Fahrzeug kann man Einstellen wie das Fahrzeug betrieben werden soll. Wenn die Akkus leer sind fährt der e-tron mit Diesel. Zuhause angekommen, bin ich also an die im Ort installierte kostenfreie Ladestation von RWE gefahren. Nach einer halben Stunde elektrisches Tanken zeigte mir die Anzeige an, dass ich nun Strom für 6 Km getankt/geladen habe. 6 Km ist irgenwie wie 0 km, zumindest gefühlt. Ich denke mir, dass dies an der kostenfreien Ladestation liegt aber kein Mensch braucht so eine Ladestation. Mich hat der ganze Vorgang nur frustriert. Würde ich mir ein solches Auto zulegen, käme die elektronische Mobilitätskomponente aufgrund der fehlenden Infrastruktur nur selten bis gar nicht zum tragen. Kleine Autos mit denen man täglich nur begrenzte Distanzen zurücklegt ein großes JA aber ein Auto in dieser Größenordnung ist nur ein Marketing Gag für den Hersteller.

Meine Erfahrung mit dem TESLA Model X

Der Empfang in der Düsseldorfer TESLA Verkaufsstelle war sehr freundlich. Dort sieht  gar nicht aus wie in eine Standard Autohaus. In der Werkstatt liegen nur Autoreifen und im Verkaufsraum hänge Bildschirme und es steht dort eine Chassis mit 7000 Akkus. Alles sehr steril und cool. Nach einigen Formalitäten ging es dann zum Model X der vor der Türe schon auf uns gewartet hat. Erst einmal haben wir das Fahrzeug begutachtet. Die ganzen elektrischen und elektronischen Features sind schon enorm. Da fragt man sich, warum die Autofahrer beim Thema Connected Car so ein Datenschutz Bohei machen. Das Fahrzeug speichert und übermittelt alles aber auch wirklich alles.  Big Brother und Star Wars läßt grüßen. Ziemlich chick sind die 7 Einzelsitze aus veganem Kunstleder. was auch immer veganes Kunstleder ist.  7 Personen passen in das Model X mit seinem sehr coolen Falcon Wings. Das Fahrzeug, ich möchte Auto hierbei nicht benutzen, ist schon recht beeindruckend. Die Größe und und die Aufteilung sind durch dacht. Von daher das Interior ist Topp, das Fahrzeug hatte diese irrsinnige Beschleunigung, die Fahrerassistenzsystem haben alle funktioniert und das Autonome fahren war recht spannend. Nach der Probefahrt ging es wieder in den Verkaufsraum. Hier kann man sich durch Visualisierung an einem Rechner noch mal die Sinnigkeit eines TESLA´s deutlich machen.  Dann habe ich mir mein Wunsch Model X konfiguriert. Denn ganzen Schnick Schnack habe ich weggelassen, sowas wie super Felgen oder Biohazard Filter brauche ich nicht. Die Sitzheizung war ein wichtiges Extra für mich, da die Kilometer Laufleistung durch die elektrische Heizung in die Knie geht und die Sitzheizung weniger braucht um sich wohl zu fühlen. Also Innentemperatur im Winter auf 20 Grad und die Sitzheizung von 4.000,- Euro anschalten. Bei einem Fahrzeug Preis von 126.000,-  Euro habe ich aufgehört zu denken. Für mich persönlich unabhängig vom Preis nicht praktikabel. Bei uns im Ort gibt es keine sinnvolle Ladestation. Zuhause müsste ich aufwendig eine Installieren lassen. In der Firma gibt es leider auch keine Möglichkeit. außerdem müsste ich das Model X voll versteuern, 1% vom Brutto Listenpreis plus die Km zur Arbeitsstelle. Den Strom müsste ich dann auch aus der eigenen Tasche zahlen. Cooles Fahrzeug aber kein sinniges Konzept dahinter.  Außerdem ist die ökologische Gesamtbilanz für den Hintern.  Zu aller letzt, Subventionen vom Staat gibt es in der Preisklasse eh nicht. Der Staat will halt, dass ich die 30.000 Autobahn Kilometer, die ich im Job fahren muss, in einem Kleinwagen fahre.

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