TÜV Rheinland Nr. 3

Ja unser Herrgott hat einen großen Zoo. Heute hat mich der TÜV Bergheim angerufen, der Herr war richtig nett am Telefon. Er konnte mir aber trotzdem nicht weiter helfen. Wie dem auch sie, dem anderen TÜV Menschen musste ich ja noch antworten:

Sehr geehrter Herr Lustig (das ist nicht der echte Name),

vielen Dank für die ausführliche Antwort auf mein Anliegen. Ihr Kollege aus Bergheim hatte mich heute kontaktiert. Eine telefonische Klärung, wie von Ihnen angeboten, möchte ich zu diesem Thema nicht.

Mit Ihrer „Fachlichen“ Ausführung bin ich leider nicht zufrieden. Ihre aufgeführten Textpassagen kann ich nicht nachvollziehen und überprüfen. Ich bitte Sie hier um die relevanten Quellen.

Ich möchte Ihre Aussage des Sonntagsfahrverbot, das Sie in Ihrer Mail beschreiben als Beispiel zugrunde legen. Sie schreiben „Darüber hinaus wäre auch der Pick Up (BE) ein N1 Fahrzeug und fällt weiterhin unter das Sonntagsfahrverbot.“

Diese Aussage kann nur eine Interpretation aus Ihrer Sicht sein. Der Gesetzgeber sagt ganz was anderes:

Ein Sonntagsfahrverbot gilt für:
– Lastkraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von über 7,5 Tonnen

– Lastkraftwagen mit einem Anhänger (hier ist das Gesamtgewicht nicht relevant)

Auch möchte ich Ihrer Ausführung durch das Einfügen eines Ford Zitates wieder sprechen. Es ist völlig egal wie der Ford sein Fahrzeug einschätzt. Wenn das Kraftfahrzeugbundesamt erlässt, dass eine Einstufung als Fahrrad möglich ist, dann ist es möglich. Eventuell müssen noch Anpassungen durchgeführt werden aber das ist eine andere Baustelle.

Weiterhin möchte ich auf folgende Ihrer Aussage eingehen. Sie schreiben, “ Es darf natürlich nicht sein, dass gerade der Ranger irgendwo in Deutschland zum Pick Up umgeschrieben wird. Ich werde dies an die entsprechenden Fachausschüsse weiterleiten.“. Natürlich fährt der Ranger als Pick-up in Deutschland, dafür gab es ja für die bis 2012 gebauten Ranger ein Dämmmatte für den Motorraum und ein Gutachten. Wenn Sie beim Straßenverkehrsamt nachfragen würden, erkennen Sie, dass es zwei unterschiedliche Schlüsselnummern gibt. Zum die TSN 972 und TSN AAC. Wenn Sie un den „entsprechenden Fachausschüsse“ schreiben, welche meinen Sie hier genau?

Vom TÜV Rheinland, den ich als Dienstleister sehe, erwarte ich eine klare Empfehlung was ich als Kunde machen muss um eine Umschlüsselung zu erhalten. Es kann ja nicht sein, dass ich in den verschieden Foren im Internet suchen muss um eine TÜV Organisation oder Prüfstelle zu finden die eine Interpretation nach meinem Sinne durchführt.

Ich bitte Sie hier um eine eindeutige Klärung in Ihrem Hause.

Mit freundlichen Grüßen

Guido Renneberg

Der TÜV Rheinland und ich. Erste Runde.

Eigentlich habe ich mit denen ja nicht so viel am Hut. Den TÜV macht bei mir die Werkstatt des Vertrauens bzw. der Prüfer der da hin kommt. Da ich ein spezielles Anliegen habe, musste ich heute mal dahin. Sehr amüsant die dort eingesetzten Hüter der Gesetze des Kraftfahrzeugbundesamtes.
In der Zeit, als der erste Mann den zweiten Mann ohne Namen geholt hat, habe ich mal auf meine Apple Watch nach meinem Puls geschaut. 122! Ja ich war etwas erregt. Nach dieser Gesprächsrunde bin ich dann Ergebnislos gegangen.

Aber was macht man eigentlich wenn man von einem staatlich eingesetzten Verein, der hier die Hoheit hat, keine klaren Informationen bekommt?

Man beschwert sich.

Das heißt jetzt nicht, dass dieser Beschwerdebrief irgendwas bringt, vielleicht Antworten die oder auch nicht. Vielleicht hat von Euch einer eine Idee oder Erfahrungen mit anderen TÜV Stellen.

Die erste Runde hat begonnen:

Sehr geehrte Damen und Herren,

neben einer Beschwerde möchte ich Sie um Klarheit in nach folgender Angelegenheit bitten. Heute morgen am 11.8.2017 um 8:20 Uhr habe ich Ihre Außenstelle in 50181 Bergheim besucht.

Mein Anliegen war Ihre Mitarbeiter zu befragen was ich machen muss, um einen Ford Ranker Wildtrak (Erstzulassung März 2017) mit Doppelkabine von BA auf BE ( LKW nach PKW-Pick-Up) umzuschlüsseln.
Dies wurde sofort unfreundlich blockiert und mir wurde nicht geholfen.
Im Vorfeld hab ich mich beim Kraftfahrzeugbundesamt informiert ob das vom Gesetzgeber vorgesehen ist. Die Vorgehensweise Ihrer Mitarbeiter war sehr enttäuschend und wie gesagt sehr unfreundlich. Nachdem ich Ihren Mitarbeiter gesagt habe, dass ich doch freundlich Frage und ich von ihm auch nur ordentlich behandelt werden möchte ging es einigermaßen. Die Frage ob er mir seinen Namen geben könnte, verneinte er. Er sagte mir, dass ich ein Gutachten vom Hersteller mitbringen muss. Gleichzeitig sagte er mir das das aber nicht geben würde. Er holte anschließend seinen Chef, der auch keinen Namen hat. Der Chef hat dann das gleiche gesagt. Ich bin hier etwas irritiert. Ein Hersteller macht doch keine Gesetze. Mir ist bekannt, dass verschieden TÜV Organisationen es unterschiedlich handhaben. Selbst die Außenstellen beurteilen unterschiedlich aber das kann es ja nicht sein. Es gibt eine klare Bekanntmachung des Kraftfahrzeugbundesamt. Hier wurde schon im Juli 2011 Az. 322-405 (Seite 6) definiert was ein LKW und was ein Pickup ist. Ebenso wird im Verzeichnis zur Systematisierung von Kraftfahrzeugen und ihren Anhängern Stand: November 2016, klar auf Seite 13 beschrieben was ein PKW-Pick-up ist.

Auch wenn der TÜV vom Staat eingesetzt wird, bin ich immer noch eine Kunde.

Ich bitte Sie, mir mitzuteilen wie Ihre Organisation mir verbindlich weiterhelfen kann.

Mit freundlichen Grüßen,

Guido Renneberg

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